Freitag, 6. November 2026

Sead Husic: Gefangen 1 Echo

Roman. Baltische Bibliothek im BaltArt-Verlag, Langenthal (Schweiz) 2026, Band XIII. Lektorat Markus Roduner, Vilnius/Riga. Endlektorat und Korrektorat: Arnd Mathias Schuppius, Husum. ISBN 978-3-9524559-7-5, 310 Seiten, 25 € / 30 CHF (plus allfällige Versandkosten). 

Verlagsinfo:  
Vilnius, 1905. Der junge Arzt Aidas Žygas betritt das Lukiškės-Gefängnis mit großen Plänen: Er will ein modernes Hospital aufbauen, Menschlichkeit in die Härte einer Anstalt bringen, die als Vorzeigeprojekt des Zaren gilt. Doch hinter den Mauern herrschen andere Gesetze – und ein Kommandant, Gramonow, der in Aidas’ humanistischem Eifer eine Bedrohung sieht. Als sich Aidas in die blinde jüdische Revolutionärin Adelė verliebt, gerät er in einen Sog aus Misstrauen, Verrat und Gewalt. Sein Glaube an Vernunft und Fortschritt wird auf eine harte Probe gestellt – und seine Ideale drohen im Strudel der Geschichte zu zerbrechen. 
Das Lukiškės ist ein Kristallisationspunkt europäischer Geschichte – ein Jahrhundertgefängnis, das von 1905 bis 1991 Persönlichkeiten festhielt, die später die Welt veränderten – wie etwa den israelischen Premierminister Menachem Begin, den KGB-Gründer Felix Dzierźyński, die jüdische Partisanin Sonia Madejsker, den belarussischen Nationaldichter Maxim Tank, den US-Raketenwissenschaftler Barys Kit. Sie alle fanden sich hier während der wechselvollen Geschichte Litauens, in der das Gefängnis von acht verschiedenen Herrschaftssystemen als Ort der Unterdrückung benutzt wurde.
Gefangen – Echo ist der Auftakt zu einer epischen Trilogie über Macht und Menschlichkeit, Schuld und Widerstand – an einem Ort, an dem sich das 20. Jahrhundert verdichtete wie unter einem Brennglas.

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