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Samstag, 28. März 2026

Michael Idov: Das Riga-Komplott

Thriller. Suhrkamp Verlag, Berlin 2026. Aus dem amerikanischen Englisch von Stefan Lux. Herausgegeben von Thomas Wörtche (Originaltitel "The collaborators"). ISBN 978-3-518-47527-0, 328 Seiten, 17.00 Euro. 

Verlagsinfo: 
Der brillante, junge Ari Falk leitet eine CIA-Abteilung in Riga. Die Weltlage ist 2021 angespannt. Die belorussische Luftwaffe hat gerade einen türkischen Linienflug von Ankara nach Riga nach Minsk umgeleitet. An Bord ein von Falk angeworbener russlandkritischer Blogger. Kurz danach wird die CIA-Station in Riga angegriffen, Falks Mitarbeiter kommen ums Leben, er kann in letzter Sekunde fliehen. 

In Los Angeles erfährt Maya Chou, die Tochter eines russisch-amerikanischen Multimilliardärs, vom Selbstmord ihres Vaters. In seinem Testament hinterlässt er ihr ein kleines Haus an der portugiesischen Küste. Aber seine Milliarden sind spurlos verschwunden. Auf den Spuren ihres Vaters reist Maya nach Tanger, wo sie ins Visier eines Killers gerät. Auch Ari Falk taucht dort auf. Zusammen jagen Maya und Ari quer durch Europa bis nach Moskau. Sie müssen erkennen, dass die postsowjetische Zeiten und ihre Konflikte noch lange nicht zu Ende sind. Im skrupellosen Spiel um Geld, Gier und Macht übersehen sie einen viel wichtigeren Faktor: Liebe.

Autor: Michael Idov 

Donnerstag, 6. November 2025

Indrek Hargla: Apotheker Melchior und das Evangelium des Pilatus

Hanse-Krimi aus Tallinn und Lübeck. Aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt. Rote Katze Verlag, Lübück 2025. ISBN 978-3-910563-39-1. 516 Seiten, 24 Euro.

Verlagsinfo: Hatte Jesus Christus einen Sohn? So soll es geschrieben stehen in einem weiteren, verschollenen Evangelium, das kein geringerer als Pontius Pilatus verfasst haben soll. Jener Pilatus, der zu Jesu Lebzeiten Präfekt von Judäa war und ihn zum Tod am Kreuz verurteilte? Jener Pilatus, der nach dessen Tod einer der glühendsten Anhänger Jesu Christi wurde?
Und wenn dieser Sohn Christi existierte, gibt es dann auch heute, im 15. Jahrhundert, noch Nachfahren?
Dies fünfte Evangelium in Händen zu halten, würde Macht und Reichtum versprechen. Und da die Überlieferung sagt, das Werk sei vor vielen Jahren nach Reval gekommen, suchen viele danach und sind dabei nicht zimperlich. Menschen müssen sterben auf der Suche nach dem geheimnisvollen Buch – oder vielleicht doch aus ganz anderen Gründen?
Apotheker Melchior ist mittendrin, während sein Sohn in Lübeck in großen Schwierigkeiten steckt.

Mittwoch, 11. Dezember 2024

Kai Meyer: Das Haus der Bücher und Schatten.

Roman, Knaur Verlag München 2024. ISBN: 978-3-426-29359-1, 528 Seiten, 24 Euro.

Verlagsinfo: 

Bestsellerautor Kai Meyer erschafft eine meisterhafte Melange aus historischem Kriminalroman und bibliophiler Schauergeschichte
Baltikum, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Tiefer Schnee und endlose Wälder schneiden ein Herrenhaus von der Welt ab. Hierher reist die junge Lektorin Paula Engel aus Leipzig, um das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand einzusehen. Paula und ihr Verlobter Jonathan begegnen einem faszinierenden Exzentriker, der ein dunkles Mysterium wahrt.

Leipzig, 1933. Im legendären Graphischen Viertel rettet der von den Nazis entlassene Kommissar Cornelius Frey einem Mädchen das Leben. Bei ihrem Abschied flüstert sie »Sie weinen alle im Keller ohne Treppe«. In der nächsten Nacht liegt sie ermordet neben einem toten Polizisten. Auf der Spur des Mörders kämpft Cornelius sich zurück in seinen alten Beruf und stößt auf ein Netz aus Okkultisten und Verschwörern, Freimaurern und Fanatikern. In welcher Verbindung standen sie zu Paula und Jonathan, die vor zwanzig Jahren spurlos im Baltikum verschwanden?

Donnerstag, 28. Januar 2021

Mick Schulz: MS Mord - baltische Angst

Kreuzfahrt-Krimi. Gmeiner Verlag, Meßkirch 2020. 283 Seiten, ISBN 978-3-8392-2740-4, 15 Euro. 

Verlagsinfo: 

Kriminalrat a. D. Marius Gautier geht in Kiel an Bord der Baltic Crown. Eigentlich wäre er lieber wandern gegangen, aber ein Unfall zwang ihn, seine Urlaubspläne zu ändern. Nun befindet er sich auf Ostsee-Kreuzfahrt mit den Stationen Danzig, Klaipeda, Riga, Tallinn und St. Petersburg. Nach anfänglicher Langeweile verdreht ihm das Model Ona Kakies den Kopf und zieht ihn in eine Mordaffäre hinein. Ona glaubt, den Mörder ihrer Eltern auf dem Schiff wiedererkannt zu haben und fühlt sich bedroht. Gautier bietet ihr seine Hilfe an. Die Spuren führen sie zunächst nach Estland, zurück in gefahrvolle Zeiten …

Samstag, 8. November 2014

Dr. Claudio Cantele: Im Visier der Heuschrecken

Ein Wirtschaftsthriller. Styria Krimi, Wien 2014. 192 Seiten, ISBN 978-3-222-13444-9, 12,99 Euro.

Verlagsinfo:
Alles beginnt mit einer Verwechslung: In einer Wiener Tiefgarage wird aus Versehen ein Rechtsanwalt überfallen und ihm sein Aktenkoffer entwendet … Im Koffer befinden sich hoch brisante Unterlagen: der detaillierte Plan einer skrupellosen US-Investorengruppe, die einen Finanzangriff auf Lettland plant, um sich an den zu erwartenden Kursschwankungen bereichern zu können. Zunächst läuft für die Investoren alles nach Plan, doch bald ändert sich das Bild. Flavio Contarini, ein ehemaliger Banker, versucht mit Hilfe eines italienischen Journalisten und eines schwedischen Finanzfachmanns das Land zu retten. Ein packender Wirtschaftsthriller zwischen Wien und Padua, der Insel Mainau, Litauen und Lettland.

Claudio Cantele, Dr., geboren 1953 in Budapest, Studium der Volkswirtschaft in Wien, danach bei Banken und Versicherungen tätig, seit 2008 selbstständig als Gerichtssachverständiger für Wertpapiere und Vermögensverwaltung tätig. Bei Styriabooks erschienen ist die Wirtschaftskrimi-Trilogie „Das stille“ Geld“, „Das schnelle Geld“, „Das dunkle Geld“ rund um die Hauptfigur Flavio Contarini (2012–2013).

Donnerstag, 19. Juni 2014

Indrek Hargla: Apotheker Melchior und das Rätsel der Olaikirche

Ein Hansekrimi aus dem alten Reval Aus dem Estnischen übersetzt von Uta Kührt. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2014, Taschenbuch 390 Seiten. ISBN: 978-3-86393-056-1. EUR 14,80.

Verlagsinfo:
Tallinn (früher Reval) im Jahre 1409: Auf dem Domberg wird ein hochrangiger Ordensritter, der von Visby unterwegs nach Marienburg ist, auf grausame Weise ermordet. Alles deutet darauf hin, dass der Mörder vom Domberg in die Stadt geflohen ist. Denn weitere Morde versetzen die Stadt in Aufregung. Stadtapotheker Melchior Wakenstede sucht gemeinsam mit dem Gerichtsvogt Wentzel Dorn nach der Lösung der Mordserie. Auf seiner Suche nach dem Mörder stößt er auf die unterschiedlichsten Menschen und deren mögliche Motive: auf festlichen Gelagen in der Gilde der Schwarzhäupter, in prächtigen Kaufmannshäusern, im Kloster der Dominikanermönche und in zweifelhaften Kneipen außerhalb der Stadtmauern. Einen zentralen Platz im Geschehen nimmt die gotische St. Olaikirche mit ihren alten, mystischen Legenden ein – damals einer der höchsten Türme der Welt.
Kaum scheint der Apotheker der Lösung ein Stückchen näher zu sein, als der Mörder erneut zuschlägt und neue Rätsel aufgibt. War es jedes Mal Mord – oder etwa Selbstmord? Unkonventionelle Mittel wie z.B. ein Schachspiel und unvollständige Gedichtstrophen helfen dem Apotheker zum Ziel zu kommen, er fügt die Bruchstücke des Rätsels zusammen und stellt so den tatsächlichen Täter bloß. Der Mörder scheint gefasst und der Fall abgeschlossen – doch am Ende des Romans wartet eine weitere Überraschung...

Indrek Hargla ist einer der beliebtesten Science-Fiction- und Fantasy-Autoren Estlands. Mit dem vorliegenden Roman hat er sich erstmals dem reinen Krimi-Genre zugewandt und damit seinen bisher größten Erfolg verzeichnet. Inspiration für den Roman fand er in der Geschichte des mittelalterlichen Tallinn und in alten Legenden, die sich um die Stadt ranken. In der Reihe über den Apotheker Melchior sollen in Estland insgesamt mindestens fünf Bände erscheinen. In den bisherigen vier Bänden, die jeweils im Abstand von einigen Jahren spielen, spürt der scharfsinnige Apotheker gefährlichen Mördern nach, die aus verschiedensten Motiven heraus die Sicherheit seiner Heimatstadt bedrohen, sei es aus über Generationen hinweg gehegtem Hass, oder aus bloßer Habgier.

Samstag, 9. März 2013

Rose Gerdts: Morgengrauen

Kriminalroman. Rowohlt Verlag (rororo Taschenbuch), Hamburg 2013. 320 Seiten, ISBN 978-3-499-25987-6, 9,99 Euro.

Verlagsinfo:
Eine Frage der Schuld.
Litauen 1941: Eine abgelegene Waldlichtung wird zum Schauplatz eines ungeheuerlichen Verbrechens.
Über 70 Jahre später müssen zwei alte Männer in Amsterdam und München sterben. Besteht eine Verbindung zwischen den beiden Morden? Eine der Spuren führt nach Bremen. Nach dem brutalen Überfall auf einen ihrer Kollegen übernehmen die Mordermittler Frank Steenhoff und Navideh Petersen den Fall. Dabei stoßen sie auf ein grauenhaftes Geheimnis in den eigenen Reihen …

Rose Gerdts-Schiffler, 1960 geboren, ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet seit über 20 Jahren für den Weser-Kurier in Bremen als Polizei- und Gerichtsreporterin. Regelmäßig begleitet die Journalistin große Schwurgerichtsprozesse. Einer ihrer Schwerpunkte sind Kriminalitätsphänomene und deren Ursachen. Rose Gerdts-Schiffler ist verheiratet und Mutter zweier Söhne. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie in Bremen.

Samstag, 2. Juni 2012

Frank Goyke: Mörder im Zug

Reihe "Ostsee-Krimi", Hinstorff Verlag Rostock, 352 Seiten, ISBN 978-3-356-01422-8, 9,95 Euro.

Verlagsinfo:
Auf einer nächtlichen S-Bahn-Fahrt nach Rostock wird ein junger Mann brutal erstochen. Tiefe Stichwunden und Spuren von verzweifelter Gegenwehr weisen auf ein Hassverbrechen hin. Mordmotive finden die Ermittler im beruflichen und privaten Umfeld des Opfers reichlich. Doch offenbar übersehen sie immer wieder etwas.
Der Ermordete war Andriejus Medanauskas, ein Fischzuchtexperte aus Lettland. Der junge Mann wollte einen Betriebsrat gründen und hatte sich seinen Chef, einen einflussreichen Güstrower Unternehmer, damit zum Feind gemacht. Zudem betreibt seine Verwandtschaft auffällig gering frequentierte italienische Restaurants und wohnt dennoch in einer Villa in bester Lage fast am Meer. Auch sein Privatleben erweist sich als Fundgrube für Verletzungen und Rachegefühle. Autor Frank Goyke schickt ein typisch norddeutsch-knorriges Kommissarenduo auf Spurensuche. Bei ihren Ermittlungen durchqueren Barbara „Dampframme“ Riedbiester und Jonas Uplegger einen Sumpf aus menschlichen Makeln, dumpfen Vorurteilen und tiefen Abgründen und bleiben dabei selbst nicht unangetastet. Dem Mörder allerdings kommen sie keinen Schritt näher. Denn wenn alles offensichtlich ist, muss man ein zweites Mal hinsehen ...
Frank Goyke, geboren 1961 in Rostock, studierte Theaterwissenschaften in Leipzig und arbeitete als Redakteur und Dramaturg in Berlin. Seit 1997 wirkt er hier als freier Schriftsteller, Lektor und Herausgeber.In der Reihe Ostseekrimi schreibt er Fälle aus Rostock.

Samstag, 14. Mai 2005

Jurga Ivanauskaite: Placebo

Roman, aus dem Litauischen von Markus Roduner. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005. 433 Seiten, ISBN 9783423244534, 16,00 Euro. 

Verlagsinfo: In Vilnius wird die Wahrsagerin Julija ermordet - eine elegante, erfolgreiche Frau, bei der die Spitzen der Gesellschaft verkehrten. Stecken politische Kreise hinter dem Mord? Oder etwa die Mafia? Einige von Julijas Freunden versuchen diese Fragen zu beantworten. Da ist die Journalistin Rita, deren beste Freundin Julija war. Allerdings fühlte sich Rita neben der schönen, erfolgreichen Julija immer häßlich und spießig und irgendwie gescheitert. Die Beziehung des Showstars Maksas zu Julija war von Oberflächkeit geprägt wie sein ganzes Leben: die schillernde Seifenblase des Showbusiness ist für ihn allemal verlockender als die dunklere, grüblerischere Seite seiner Persönlichkeit, die er mehr oder weniger erfolgreich unterdrückt. Seinen sonderbaren Bruder Tadas hatte Julija immer als ihren "Schutzengel" bezeichnet - er ist ein religiöser Asket und Eigenbrötler und hatte für Julijas flatterhaftes, sinnenfreudiges Leben nur Verachtung übrig, was ihn für sie aber nur noch anziehender machte. Schließlich ist da noch ein geheimnisvoller "Er", der Repräsentant der mysteriösen Organisation "Placebo". Deren Ziel ist es, die Menschen der Globalisierung zu unterwerfen, ihnen den Individualismus auszutreiben und den freien Willen zu nehmen. Es wird immer offensichtlicher, daß "Placebo" etwas mit Julijas Tod zu tun hat. "Er" wird dabei zur tragischen Gestalt, denn seine Skrupel erlauben ihm irgendwann nicht mehr, das Spiel mitzuspielen.