Donnerstag, 8. Februar 2007

Jutta Noak-Vaitkienė: Minčių dvikova / Duell der Gedanken

Eilėraščiai / Gedichte. Verlag „Naujasis Lankas“, Kaunas 2006. Erstes deutsch-litauisches Buch der Autorin. (siehe Info "Books from Lithuania")

Freitag, 22. September 2006

Anšlavs Eglītis: Homo Novus

Ein Künstlerroman aus dem Riga der dreißiger Jahre. Aus dem Lettischen übersetzt von Berthold Forssman. Die Originalausgabe erschien 1946 in New York bei "Grāmatu draugs". Weidle Verlag, Bonn 2006. 526 Seiten, 23€. 

Verlagsinfo: An einem Septemberabend der 30er Jahre treffen auf dem Bahnhof in Riga zwei junge Männer ein, der eine, Eizens Zibeika, kehrt aus Paris zurück, dort hat sich vor allem zum Genußmenschen ausbilden lassen, hier will er eine Erbschaft antreten. Der andere, Juris Upenajs, Kunsthochschulabsolvent, kommt aus der Provinz, und Riga zu erobern ist für den schüchternen Maler ein verwegener Traum, an dem er tapfer aus Begabung festhält. Besagte Erbschaft aber wird für beider Leben Unerwartetes bedeuten.
Anslavs Eglitis’ Bohème-Roman Homo Novus ist so ganz anders als die westlichen Vertreter des Genres. In der Hauptstadt des neuen, unabhängigen Lettland ist das Künstlersein nichts weniger als schwarzromantisch, morbide und schwindsüchtig, Künstler sind keine Randexistenzen, sondern entfalten sich mitten im Leben, und ihr Ringen um Anerkennung ist wild, kraftvoll und von deftiger Fröhlichkeit.
Juris Upenajs bestaunt und besteht die Fallstricke der Pariser Trabantenmetropole Riga, zwischen neidischen Bohemiens, bürgerlichem Wohlwollen und nicht zuletzt den schönen Frauen – bis zum großen Showdown, einem heißumkämpften Kunstwettbewerb.

Samstag, 14. Mai 2005

Jurga Ivanauskaite: Placebo

Roman, aus dem Litauischen von Markus Roduner. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005. 433 Seiten, ISBN 9783423244534, 16,00 Euro. 

Verlagsinfo: In Vilnius wird die Wahrsagerin Julija ermordet - eine elegante, erfolgreiche Frau, bei der die Spitzen der Gesellschaft verkehrten. Stecken politische Kreise hinter dem Mord? Oder etwa die Mafia? Einige von Julijas Freunden versuchen diese Fragen zu beantworten. Da ist die Journalistin Rita, deren beste Freundin Julija war. Allerdings fühlte sich Rita neben der schönen, erfolgreichen Julija immer häßlich und spießig und irgendwie gescheitert. Die Beziehung des Showstars Maksas zu Julija war von Oberflächkeit geprägt wie sein ganzes Leben: die schillernde Seifenblase des Showbusiness ist für ihn allemal verlockender als die dunklere, grüblerischere Seite seiner Persönlichkeit, die er mehr oder weniger erfolgreich unterdrückt. Seinen sonderbaren Bruder Tadas hatte Julija immer als ihren "Schutzengel" bezeichnet - er ist ein religiöser Asket und Eigenbrötler und hatte für Julijas flatterhaftes, sinnenfreudiges Leben nur Verachtung übrig, was ihn für sie aber nur noch anziehender machte. Schließlich ist da noch ein geheimnisvoller "Er", der Repräsentant der mysteriösen Organisation "Placebo". Deren Ziel ist es, die Menschen der Globalisierung zu unterwerfen, ihnen den Individualismus auszutreiben und den freien Willen zu nehmen. Es wird immer offensichtlicher, daß "Placebo" etwas mit Julijas Tod zu tun hat. "Er" wird dabei zur tragischen Gestalt, denn seine Skrupel erlauben ihm irgendwann nicht mehr, das Spiel mitzuspielen.

Montag, 20. Juli 1998

Eduardas Rozentalis: Vierzig kommentierte Partien 1983 –97

Verlag Dietmar Fölbach, Koblenz 1998. ISBN 3-923532-65-2, 112 Seiten, 16 Euro.

Verlagsinfo:
Eduardas Rozentalis – kenn’ ich doch! Tatsächlich, der Mann aus Litauen verstärkte ein paar Jahre lang als Legionär die Amateurtruppe der Bundes­liga­mannschaft des Schachvereins Koblenz in ihrem Dauerkampf gegen den Abstieg. Hier legt er eine Auswahl von vierzig seiner besten Stücke vor, aus Einladungsturnieren, offenen Turnieren und Mannschaftskämpfen, kurz aus dem weiten Betätigungsfeld des Schachprofis. Eine Reihe der Koblenzer Partien ist in Selektion aufgenommen.